Dylanologien

28
Okt
2007

Mit dir schlaft die Nacht

Bitte klicken Sie! Es ist doch zu schön, sich seine Poesie von Dylan vortragen zu lassen... Nein, nein, nein. Kein Spott hier. Dylan-kritische Kommentare werden sofort... ja was wohl...?

30
Apr
2007

Ich sah Gott und/oder Bob Dylan

Teil 1. Bierflaschen nuckelnd wie die Eishockeyfans, die sonst diesen Ort bevölkern, sassen Willi und ich auf den "billigen" Plätzen (88.--CHF) im Zürcher Hallenstadion, "a million miles away" von der Bühne. Ehrensache sind unsere Pilgerfahrten zu "His Bobness" seit vielen Jahren. Man schrieb, weil die Wartezeiten immer kürzer werden vor Dylan-Konzerten, keine imaginierten Setlists mehr auf, liess die Notizbücher von den Stiften unberührt... aber das Wünschen kann ja vielleicht doch helfen. Willi wartete auf "Things Have Changed" und "Ain't Talkin'" mit nicht schlechten Chancen. Ich wollte "Slow Train" hören, all die christlichen Gospelsachen (Vergiss es Felix!) oder wenigsten "New Morning" (wie im Herbst 2005!) Willi gewann 1:0. Dylan begann die Reise in Alice's Wunderland mit "Tweedle Dee & Tweedle Dum" (aus "Love and Theft, 2001), ein Lied das ich schon immer mochte, also vielversprechend der Beginn. (Die Setlist auf Billy Pagels Site) Wir horchten und schauten, die Köpfe 30 bis 40 Grad verdreht, solange Dylan die wiedergefundene Axt schwang. Schon das vierte Stück, "It's Alrigt Ma, I'm Only Bleeding", hingerockt und klar prononciert, beendete die Gitarrenarbeit und unsere Halsstarre: Mit geschlossenen Augen sah man mehr. "Girl from the North Country" war zum Weinen schön, "Visions Of Johanna" erhaben, "Things Have Changed" mit den hingetupften Geigenklängen teuflisch, bacchantisch, für mich der Höhepunkt des Konzerts! Ein Höhepunkt der nachwirkte, sogar das das Hauptset abschliessende "Blowing In the Wind", sonst schwer zu ertragen, bewegte mich! Zu den Zugaben strömten das Volk und wir dann doch noch nach vorn, um uns endlich so richtig alleine zu fühlen: "How does it feel to be on your own..." ("Like a Rolling Stone"). Schon ein Hexenmeister der Dialektik, der Dylan. Chapeau!

31
Aug
2006

Modern Times

modernNatürlich kann man sich auch wochenlang auf die neue Scheibe von "Iron Maiden" freuen (dä Gustibus isch nöd dischtputandur, wie der Laddiner sagt). Ich habe mich eben auf Dülens "Modern Times" gefreut, wie auf Weihnachten damals als 6-Jähriger, und vielleicht war auch jetzt die Vorfreude noch es bitzeli schöner als die Nachfreude. "Ain't talkin'" ist ein grossartiger Song (wie fast immer der letzte Song einer Dylan-LP), aber ein oder zwei Balladen sind eindeutig zuviele, der Spannungsbogen ist etwas flach. Und: Die allgemeine Begeisterung der Presse und der Dylanologie im wöwöwö macht doch misstrauisch. Statt "Modern Times" höre ich jetzt "New Morning", genauso altmodisch, aber mit mehr Überraschungen und einigen Brocken Religion ("Three Angels", "Father of Night"), an denen ich zu kauen habe; es schmeckt verdammt süss. Habe übrigens über den Kauf von "New Morning" jahrlang nachgedacht; irgendwann werde ich mir auch "Self Portrait" kaufen müssen, das meistverachtete Dülen-Album.

Just Another Music-Blog über "New Morning"
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Lenin und Mainzelmännchen vor Heinrich Manns Essaysammlung "Geist und Tat.

lieber epper als niemert

... aber immer dialektisch !

Schliessen wir die Ohren vor dem Lärm der Welt - mit einem Augenzwinkern? Fragt man besser mit Lenin "was tun?" Liest du gar "Geist und Tat" von Heinrich Mann? Sönd all willkomm bei "Lieber Epper als niemert"!

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