3
Aug
2006
29
Mai
2006
Rückblick Literaturtage
22
Mai
2006
Anagrammatischer Berufs-Blogger?
<< Mit dem Anagrammatiker Felix Epper (»Frankie klingeling / teenage blue») ist ausserdem ein Vertreter des noch jungen Berufszweigs der Literaturblogger in Solothurn.>>
Da fragt sich nur: Wer überweist mir meinen Lohn? Das Schweizer Fernsehen? Moskau? Fragen über Fragen. Hat die Blogger-Gemeinde Antworten?
26
Apr
2006
Neues aus der Schublade
*Felix Epper wird lesen an den Solothurner Literaturtagen (voraussichtlich am Samstag, 27. Mai 2006 um 9.15 Uhr und zwar zusammen mit Bettina Spoerri und Karin Richner; Details folgen.) (Homepage der Solothurner Literaturtage)
Für Schwester Ignata... für Monique...
Bergfex Trenker vererbt der Heller zwe
Sehet hell des letzten Merzens Schnee: Trenker verendet, eh weh, eh weh! Wer ehret jetzt hehre Nebelmeere? Wer legt Schnecken echte Schneedecken? Wer wehrt den Dreckstecken? Versemerker Wernerbert vermeldet streng: Lene, wem vererbte Trenker, der Sperber, der Heller zwe? Wer erstrebte Ehr? Geld? Mehlbeer? Lene redt ned nett: «Trenker enterbte sene fremme Henne.»
Trenker denken
Eh! Er’s beqem* erlegte: den Eber, den Helden der Berge, des Begehrens Bengel, den brennenden Seelen-Meer-Besen. Schnepfen! Spechte! Esel! Schlecken weg den Speck. Der Berg¬fex belebte Gelenke – bedenke! Neckte, erweckte der Sterbenden elf. Eh… Jetzt selbst vergehendes, flehendes Nebel-Leben!
Helden enden etepetete
Der Berg gehet den Weg der Ehre. Gletscher-Schnee der Grenz’ entgegen endet. Ersehnte Lene – des Fehrers Ferkel – Tren¬kers Ehe-Bett? Der elend’ Schelm vererbt’ dem Wernerbert, der Heller zwe zwecks Verserei. Es brenne grell-hell der ferne Stern. Es brenne gern des Sperbers Herz – bergwerts!
*Das Q (i.e. qu) ist gemäss den Satzungen von „Oulipo“ erlaubt in Lipogrammen, in denen auf alle Vokale ausser dem E verzichtet wird.
15
Aug
2005
Wet Pants
Sandwiches wie Elvis.
Oh, Lord! Zwei Scheiben Brot und
Ein halbes Glas Mayonnaise.
Dazu irgend ein Fleisch.
Nur die Gurken
Lass ich weg.
Mag ich nicht. Elvis
Voll Drugs, ’n’ Sex ’n’ Rock ’n’ Roll
Alkohol, was weiss ich.
Und ich kau’ und hör’
Heartbreak Hotel – – –
Wir sind die Generation,
Mit den »wet pants« – es
Gab kein Halten
Damals, wie man so schön sagt –
Und passen ’drum so gut
Ins Altersheim
Und küssen uns
Noch heut’ bei Kerzenschein.
(c) by Felix Epper, 2005
Monté-verità-Fragment
Und trunken vor Legenden
War man die Steintreppen hoch
Und hoch gestiegen.
Unten ahnte man den See
Du sagtest: «So weit…»
Diese Anarchie
Freie Liebe nannte ich sie
Und hoffte hier oben
Etwas wieder zu finden. Doch
Die Menschen mit denen ich empor
Hoch und hoch stieg
Waren weder Höhlen-
Forscher des Vergangenen
Noch Pioniere des Westens
Die Morgenröte
Einer neuen Gesellschaft
Wärmte meine Schultern
Immer noch. Doch
Um mich oder gar zurück
Zu schauen wagte ich nicht.
Oben erwartete mich
Rudolf Steiners eisiger
Blick und Bakunins
Vergifteter Garten.
Gefroren deine Finger
Ein falsches Schaudern
Töte mich, mein Herz
Sag ich viel zu spät.
...
Der Rote Admiral
Der Rote Admiral verfügt
Über nicht weniger als
Sechs unterschiedliche Möglichkeiten
Mit den Flügeln zu schlagen.
Dies herausgefunden
Haben Wissenschaftler aus Oxford.
Von Interesse sind diese Resultate der
Schmetterlingsforschung
Unter anderem für das Militär
Das die Prinzipien des Flügelschlags
Eitler Gaukler
Für den Bau
Autonomer Flugroboter nutzen will.
II
Oh Adam
Doch schon vor dem Sündenfall
Gabst du Namen dem Getier
Wo warst du Gott
Im Garten Eden? Und du
So Zornesvoller Cherubin
Wo war dein flammend’ Schwert?
Und Noah
Hättest du doch vertilgt den Roten Admiral
Ins heil’ge Öl geworfen. Er schmeckt
Wie wilder Honig süß
Doch Gottes Lohn
Statt eines Menschen Brot
Wird sein tausendfacher Tod.
III
Und wissenstrunkene Aufklärung
Die schrieb alles in ihr großes Buch.
Kein Stein, der nicht gewendet
Keine Kellerassel die entkommt
Keine Sieben Siegel ungebrochen
Falsche Propheten !
Oh auch ihr.
Ihr schreit’s in mein Gesicht
Und ob all dem Lärm
Schläft uns’re Seele tief
Tickt die Vernunft im Takt
Ein Uhrwerk, so leis’, so stet’.
IV
Einst sah ich tausend Sommervögel
Im Val Münstar
Einer eine Augenweide
Fünf um meine Ohren
Ein heilig’ Schaudern
Zehn war fast Gott geschaut
Zehn mal zehn war Angst
Und nur noch Angst
Und ich entfloh
Sie setzen ihre Rüssel
Sie legten ihre Flügel
Sie waren Wolken gleich.
(c) Felix Epper 2005
24
Mrz
2005
Peter Bichsel ist 70
Schöner Text von Beat Mazenauer über Peter Bichsel
16
Mrz
2005
Schöner Link zu Franz Hohler
Und hier die Leitseite dazu. (Die offizielle Franz Hohler-Piratenseite)
Und die noch offiziellere ganz offizielle Seite von Franz Hohler... es gibt auch das legendäre Duo Franz und René zu bestellen...
5
Mrz
2005
Röst hin Gewissen, Gier!
Hirngrösse Weingeist
«Röst hin Gewissen, Gier!»
Gestern Öhis Wesir: «Gin?» –
«’n Gin! Is’ geweiht.» – «Rösser-
hirn wie Rösti g’gessen.»
– «Öh… Ei, Wirsing, Gerste?» –
«Higgs, wös?» – «Stiernieren!» –
«Gern. Hör! Ist Wein Essig?»
– «Gewiss.» Rösi rinnet. «Geh!»
Wirt: «Resis Söhne, geigt!» ’n
Gönner: «Hier ist gewiss
Eis, Rösi!» – «Hinweg!» Streng:
«Rösi isst gerne.» – «Hinweg!»
Wirr: «Sieg! Segen… Nö! Shit!»
– «Gehirn, stör weise. Sing
Western! Sing, Öhi! Greis!»
–«Wir rein…» Gestöhn: «Geiss!»
– «Hörig wirst geniessen…» –
«Wir Ösen!» Geists Gehirn
gewisser Gören ist hin! *
*3 Wörter mit 19 Buchstaben zu
19 Anagrammen – nebst Vorrede einer Geistesgrösse – geformt als 1 Moment Stammtischprosa. Mit Rösi, Resi, dem Orchester (bestehend aus Resis Söhnen), Wein, Weib und Gesang, einem namenlosen Gönner, dem Wirt, einem obskuren Wesir und dem Öhi. Und auch mit dieser Fussnote nicht entzaubert.
Einer von fünf preisgekrönten Texten des Festivals Science et cité

